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Smart TV

Was genau ist eigentlich Smart TV?

Neue Flachbildfernseher gehören in diesem Jahr auch zu den ganz großen Highlights auf der IFA. Die Verbindung zum Internet ist fast zum Standard geworden. Es gibt kaum noch Geräte unter den Top-Modellen die nicht netzfähig ist. Die Branche hat sich nun auf den Namen Smart TV – wie beim Smartphone - geeinigt. Aber versteht man eigentlich unter Smart TV? Was kann man alles mit dem Smart TV machen? Was bedeuten rund um das intelligente Fernsehen die kryptischen Begriffe?

Was versteht man unter Smart TV?

Bei Smart TV geht es um einen Fernseher mit einem eigenen Internet-Anschluss. Der Zuschauer kann auf seinem Smart TV zwischen TV-Sendungen und Online-Angeboten ohne Unterbrechung umschalten. Annähernd genauso wie beim Smartphone mit dem Telefonieren soll beim Smart TV das lineare Fernsehen, die Hauptfunktion, in den Hintergrund rücken. Aber nach wie vor hat jeder Hersteller seine eigene Oberfläche, etwa für den Zugang zu Nachrichten, zu Facebook, zur Video-Plattform Youtube oder einem Video-on-demand-Anbieter über Apps von verschiedenen Medienpartnern.

Hybrid-TV oder HbbTV

Im vergangenen Jahr auf der IFA war eher die Rede von dem Format Hybrid-TV oder HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV), wenn es um das Verbinden von traditionellem Fernsehempfang und Online-Video ging. Die Kurzbezeichnung Smart TV hat sich aber inzwischen durchgesetzt. Zum weltweiten Standard gehört heute HbbTV.

Was kann Smart TV?

Mit Smart TV geht es ins Internet: Einfach die Tastatur und Maus anschließen und schon können sie am Fernseher surfen wie an ihrem PC. Viele Fernseher haben zudem eine Webcam integriert, so dass der Fernseher auch für die Video-Telefonie benutzt werden kann. Der Fernseher soll zudem zur zentralen Abspielstation für Videos, von Bildern oder der eigenen Musikbibliothek werden. Und schließlich fungiert es noch als Online-Videothek, bei der man über Video-on-Demand Filme leihen kann. Mit dieser Funktion können sie parallel zum laufenden Programm auch bei Facebook oder Twitter unterwegs sein.

Apps

Apps schwappen von Smartphone und Tablets nun auch auf den Fernseher über. Fernsehzuschauer von heute können mit den kleinen Programmen Informationen, Spiele, Services und vieles mehr auf ihren TV-Bildschirm bringen. Noch ist die Anzahl und Vielfalt der Anwendungen jedoch begrenzt.

Streaming

Beim Streaming werden Internet-Inhalte wie Filme und Musik nicht komplett auf die Festplatte heruntergeladen, sondern werden direkt aus dem Internet abgespielt. Der Vorteil: Es gibt keine Ladezeiten. Der Nachteil: Es muss eine stabile und schnelle Internet-Verbindung vorhanden sein.

OLED-Bildschirm

Es ist eine Display-Technik mit organischen Elementen, die heute große Vorteile gegenüber den dominierenden LCD-Bildschirmen bietet. Das Bild ist viel kontrastreicher und die OLED-Displays sind nur wenige Millimeter dünn. Natürlich haben diese Vorteile auch Einfluss auf den Verkaufspreis. Obwohl die Herstellerkosten in den vergangenen Jahren spürbar gesenkt wurden, sind die ersten großen OLED-Fernseher in diesem Jahr bei weitem teurer als LCD-Geräte.

HDMI

In den Zeiten der Fernsehbilder mit hoher Auflösung haben die alten SCART-Kabel ausgedient. Wer an seinen Flachbild-Fernseher einen HD-Empfänger mit ordentlicher Qualität anschließen will oder einen Blu-ray-Player, der benötigt ein HDMI (High-Definition Multimedia Interface). Der Kopierschutz HDCP gehört dazu.

CI+

Diese Technik wird immer häufiger für den Empfang digitaler Programme benötigt. CI+ ist eine Weiterentwicklung von der weitverbreiteten “Common-Interface“-Schnittstelle - mit erheblichen Einschränkungen aber für die Zuschauer. Die Anbieter können so verhindern, dass Sendungen gleich mit aufgezeichnet werden oder sie können den Zeitraum beschränken, in dem man sich die Aufnahmen ansehen kann.

3D-Fernsehen

3D-Technologie steckt bereits in vielen neuen Fernsehern, was fehlt, sind die Inhalte. Es gibt wenige Filme in 3D, aber eigentlich gibt es noch kein 3D-Fernsehen. Noch weiß niemand, welche Technik sich durchsetzen wird - in günstigeren Geräten sorgt die Polfiltertechnik meist für Bilder mit Tiefgang, teurere Modelle liefern oft aktive Shutterbrillen mit. Einige wenige Geräte bieten brillenloses 3D.

HDTV

Die Abkürzung HDTV steht für “High Definition Television“ das heißt im Deutschen als Übersetzung “Fernsehen mit hoher Auflösung“. Man unterscheidet zwischen HD ready mit einer Auflösung von 1280x720 Pixel oder Full HD mit einer Auflösung von 1920x1080 Pixel. Das alte PAL-System hatte dagegen nur eine nutzbare Bildauflösung von 720×576 Pixeln.

Ultra Definition (UD)

Noch sehr teuer sind Geräte mit Ultra Definition (UD). Im Vergleich zu HD ready oder Full HD hat dieser neue Standard noch einmal mehr Bildpunkte. Der neue Standard 4K hat 3840x2160 Pixel, der 8K hat sogar 7680x4320 Pixel. Verglichen zu Full HD sind das immerhin die 16-Fache Anzahl von Pixeln.

Smarte Fernbedienungen

Natürlich lassen sich an einen neuen Fernseher externe Tastaturen anschließen, viele Hersteller passen ihre Fernbedienungen bereits an die neuen Anforderungen an. Einige bieten eine Fernbedienung, auf deren Rückseite eine komplette Tastatur zu finden ist. Andere haben Touchpads integriert, wie sie bei Notebooks zum Einsatz kommen.

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